Betriebskosten

Legionellenkontrolle bei zentraler Wassererwärmung

Legionellen sind Kleinstlebewesen, die in geringer Konzentration praktisch überall im Trinkwasser vorhanden sind und kein Problem für das Immunsystem gesunder Menschen darstellen. Bei der Wassererwärmung können sich die Legionellen vermehren und insbesondere für geschwächte Menschen und bestimmten Umständen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Ab einer Temperatur von etwa 55 °C sterben die Legionellen ab. Deshalb werden in der WG Saalfeld die Trinkwasserspeicher auf dieses Temperaturniveau erwärmt. Mit der Novellierung der Trinkwasserverordnung und der zugehörigen Durchführungsverordnung hat der Gesetzgeber festgelegt, dass jede Gemeinschaftsanlage in einem Zeitraum von 3 Jahren zu prüfen ist. Die Untersuchungskosten des Trinkwassers sind Betriebskosten und fallen alle 3 Jahre an. Die jeweils zur Kontrolle vorgesehenen finden Sie unter der Rubrik „Wir bauen für Sie“.

Messung Wärmeverbrauches für die Trinkwassererwärmung bei zentraler Wassererwärmung

Aktuell ist der Anteil der Wassererwärmungskosten am gesamten Wärmeverbrauch mittels einer Formel zu ermitteln. Diese Ermittlung finden Sie in den Unterlagen zur Betriebskostenabrechnung. Anschließend erfolgt die Aufteilung nach dem individuellen Verbrauch. Eine Formel kann selbstverständlich das Nutzerverhalten eines Gebäudes nur grob erfassen. Deshalb hat der Gesetzgeber festgelegt, dass die Wärmemenge zur Erwärmung des zentralen Wasserspeichers getrennt zu messen ist.  Wir rüsten alle zentralen Anlagen bis Ende 2013 mit den Meßstellen aus und ab 2014 erfolgt die genaue Erfassung. Sie merken dies also dann erst in der Betriebskostenabrechnung 2015 für 2014. Die Kosten für die zusätzlichen Messgeräte sind Betriebskosten, die ab dem Jahr 2014 anfallen. Es gab in der Vergangenheit bereits Messungen an Probevorhaben. Es hat sich gezeigt, dass der Anteil der Kosten für die Warmwasserbereitung nach der jetzigen Formel zu niedrig ist. In der Praxis kommt es dann zu einer Kostenverschiebung. Die Heizkosten sinken ein wenig und die Kosten für die Warmwasserbereitung steigen um diesen Betrag. Der Gesetzgeber möchte mit der exakten Feststellung der Wassererwärmungskosten das Sparverhalten weiter fördern.

Rückbau von Garagenstrom

Die Wohnungsgenossenschaft Saalfeld kauft von den Stadtwerken Strom und verkauft ihn an die einzelnen Garagennutzer weiter. Wir befinden uns damit in einer besonderen Rechtslage. In der BRD dürfen nur geeignete und zugelassene Unternehmen mit Strom handeln. Hierzu gehört die WG Saalfeld nicht. Die jetzige Regelung wird solange geduldet, bis wesentliche Eingriffe vorgenommen werden (Bestandsschutz). Der bauliche Zustand der elektrischen Anlagen ist so, dass Kleinstreparaturen nicht mehr ausreichen. Der Vorstand hat deshalb festgelegt, dass die Stromversorgung in den Garagenhöfen schrittweise zurückgebaut wird. Die Nutzer der Garagen werden zeitnah informiert. Die Alternative wäre die Schaffung von DIN gerechten Zählerplätzen in jeder Garage mit der Möglichkeit des Abschlusses eines individuellen Versorgungsvertrages mit dem Stromversorger. Diesen Aufwand halten wir nicht für wirtschaftlich vertretbar.

Information über die Notwendigkeit und Verantwortlichkeit zum Einbau von Rauchwarnmeldern gemäß Thüringer Landesbauordnung

Gemäß Landesbauordnung des Landes Thüringen §46 Abs. 4 vom 05. Februar 2008 und der Neuregelung vom 28.03.2014 im § 48 Abs. 4 gilt folgendes: „Zum Schutz von Leben und Gesundheit müssen in Wohnungen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben. Die Rauchwarnmelder müssen so eingebaut und betrieben werden, dass Brandrauch frühzeitig erkannt und gemeldet wird. Vorhandene Wohnungen sind bis zum 31.12.2018 mit Rauchwarnmeldern auszurüsten. Die Einstandspflicht der Versicherer im Schadensfall bleibt unberührt.“ Verantwortlich für den Einbau ist der Bauherr bzw. der Eigentümer und für die Betriebsbereitschaft ebenfalls der Eigentümer. Der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Saalfeld eG hat zur Sicherheit für seine Mieter beschlossen, dass die Wohnzimmer zusätzlich mit einem Rauchwarnmelder ausgestattet werden sollen. Damit können die Räume einer Wohnung, ohne entsprechende Meldungen und Neuinstallationen, unterschiedlich genutzt werden. Die Wohnungsgenossenschaft Saalfeld eG mietet die benötigten Rauchwarnmelder vom für das jeweilige Objekt zuständigen Messdienst. Dieser übernimmt auch die Wartung der Rauchmelder. Die Mietkosten, ab Einbau, werden vom Messdienst korrekt auf die Wohnungen umgelegt und somit in die Betriebskostenabrechnung übernommen.